Einsätze

25. Juli 2015 - Gefahrgutunfall in Jübberde

Text und Fotos: Keven Janssen


Am Samstagnachmittag wurden der ABC-Zug und die DRK Bereitschaft Südbrookmerland zur Unterstützung in die Gemeinde Uplengen im Landkreis Leer gerufen. Hier war in einer Versandfirma in Jübberde ein Paket beschädigt worden, in dem sich Natriumselenit befand. Natriumselenit ist ein hochgiftiger und ätzender Stoff. Da einige Pakete aus der Gefahrenstelle der Versandfirma ausgeliefert wurden, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich dieser Stoff an diesen befindet. Aus diesem Grund wurde eine Dekontaminationsstelle an der Turnhalle Remels eingerichtet. Durch Rundfunkdurchsagen wurden die betroffenen Personen aufgefordert, die Sammelstelle aufzusuchen, sich dort zu reinigen und durch den Rettungsdienst versorgen zu lassen. Nach dem Eintreffen an der Sammelstelle wurde mit dem Aufbau des Dekon-Platzes begonnen. Das DRK Südbrookmerland baute die Versorgung für die Betreuung nach der Dekontamination auf. Zuerst mussten die kontaminierten Personen sich an der Eingangspforte Anmelden, von dort wurden diese dann von einem Rettungsdienst-Mitarbeiter in Schutzkleidung zum Aufenthaltszelt geführt. Aus diesem Zelt wurden Sie dann in die Duschen der Turnhalle geholt. Dort wurde dann ihre Kleidung in Säcke gepackt und sie konnten sich eigenständig reinigen. Nach der Reinigung gab es Ersatzkleidung vom DRK. Dann wurde noch durch den Rettungsdienst und Ärztn eine Kontrolle durchgeführt und ein Entgiftungsmittel verabreicht. Da in dem Schwarzbereich ein sehr hoher personeller Aufwand in Schutzkleidung nötig war, wurden Atemschutzgeräteträger aus Holtrop und Haxtum alarmiert. Die Feuerwehr Haxtum hatte schon im Jahr 2013 eine Gefahrgutübung mit dem ABC-Zug Landkreis Aurich durchgeführt und wurde damals in die Schutzkleidung eingewiesen. Durch die örtliche Feuerwehr wurde in der Mensa der Schule eine Versorgungsstelle mit Getränken und Speisen errichtet. Zudem war an der Einsatzstelle der DRK-Einsatzzug Aurich. Der Einsatz zog sich noch bis in die späten Abendstunden hin, insgesamt wurden rund 130 Personen dekontaminiert. Dieses war kein alltäglicher Einsatz, aber die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten war super.

 

Bericht des KFV Leer

27. September 2013 - Gefahrgutunfall

Text u. Fotos: Gehard Samuels

Am Freitagnachmittag kam es in einem Produktionsgebäude im Auricher Industriegebiet Nord zu einem Betriebsunfall, bei dem eine größere Menge eines Lösungsmittels freigesetzt wurde. Das dort arbeitende Personal reagierte vorbildlich, da von der ausgelaufenen Flüssigkeit unter anderem eine erhebliche Brandgefahr ausgeht, und ging gemäss den bestehenden Alarmplänen für derartige Ereignisse vor. Unter anderem wurde sofort die Kreisleitstelle in Aurich in Kenntnis gesetzt, welche umgehend die örtlich zuständige Feuerwehr Sandhorst alarmierte. Auf Grund der sich den ersten Einsatzkräften bietenden Lage wurden die Feuerwehren Tannenhausen, Aurich und Middels, der ABC-Zug des Landkreises Aurich, die DRK-Bereitschaft Aurich, die Polizei Aurich sowie vorsorglich der Rettungsdienst und ein Notarzt ebenfalls alarmiert. Während vorsorglich ein Löschangriff aufgebaut wurde, gingen etliche Atemschutztrupps nach und nach in das betroffene Gebäude vor, um dort die ausgelaufene Flüssigkeit aufzunehmen und einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen. Weiterhin erfolgten diverse Messungen im Hinblick auf freiwerdende Schadstoffe in der Umgebunglsluft. Im Einsatz waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren und der anderen Hilfeleistungsorganisationen mit etwa 25 Einsatzfahrzeugen. Die Versorgung der Einsatzkräfte wurde von der Middelser Feuerwehrküche übernommen. Seitens der betroffenen Firma wird die gute Zusammenarbeit mit allen Einsatzkräften gelobt. Zu Personenschäden ist es nicht gekommen.

06. Juni 2013 - Kreisbereitschaftsalarm Elbe-Hochwasser

Gegen Mittag wurde der ABC - Zug mit der Kreisbereitschaft Aurich Süd alarmiert, um beim Hochwasser an der Elbe personell zu unterstützen. Vom Gerätehaus Holtrop fuhren die Einheiten der Feuerwehr Holtrop, Ihlow, des ABC - Zugs und der DRK - Einheit Südbrookmerland zum Sammelplatz im Gewerbegebiet Schirum, um sich von dort aus mit dem restlichen Verband in Richtung Bleckede aufzumachen. Als die Bereitschaft in Bleckede eintraff, wurde die Hilfe nicht mehr benötigt, da sich die Lage dort entspannt hatte. Die Nacht verbrachten die Feuerwehrfrauen und Männer in Bereitschaft in der Lüneburger Kaserene. Als es jedoch keinen neuen Einsatzauftrag gab, rückten diese gegen Mittag wieder in Richtung Heimat ab.